Schnellinfos

Babys mit Bart

Nach rund 140 Tagen Tragzeit kamen Anfang Januar zwei kleine Bartträger bei den Kaiserschnurrbart-Tamarinen zur Welt. Im Moment weichen die Zwei ihrem Papa nicht von der Seite und lassen sich vorzugsweise Huckepack durch das Gehege tragen. Nach etwa drei Monaten sind sie entwöhnt und mit dem zweiten Lebensjahr werden sie geschlechtsreif.
Ihren Namen verdanken die Tiere ihrem „Kaiser-Wilhelm-Bart" - einem langen weißen Schnurrbart, der weit über ihr Gesicht hinaus ragt und sich an den Enden nach unten zwirbelt.

Die charismatischen kleinen Affen, die eine Körperlänge von rund 26 Zentimetern und ein Gewicht von knapp 450 Gramm erreichen, stammen aus den Regenwäldern des südwestlichen Amazonasbeckens. Hier halten sie sich in den höheren Baumschichten von etwa zehn Metern auf. Die geschickten Kletterer sind Allesfresser, die sich hauptsächlich von Früchten und Insekten aber auch hin und wieder von kleinen Wirbeltieren ernähren. Im Tierpark Hagenbeck aber benehmen sie sich wie kleine Gourmets und Leckermäuler, denn am liebsten fressen sie süße Bananen und reife Trauben. Damit die Ernährung trotzdem ausgewogen ist, gibt es zum Frühstück erst einmal Gemüse und Getreide wie Rote Beete, Gurke, Möhre, Kohlrabi, Kartoffel und gekochten Reis. Heuschrecken und Rindfleisch stehen jeden zweiten Tag auf dem Speiseplan. Durch die gesunde Nahrung und das Fehlen von Feinden wie Greifvögeln und Schlangen, können die Äffchen im Tierpark bis zu 20 Jahre alt werden, rund fünf Jahre älter als in freier Wildbahn, wo die Art als gefährdet gilt.

Der Tierpark Hagenbeck beteiligt sich an dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm für die Kaiserschnurrbart-Tamarine und leistet damit einen wichtigen Beitrag um diese Art zu erhalten.

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