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Pinguin-Jungtiere verlassen Höhlen

Mitte April schlüpften nach einer Brutzeit von rund 40 Tagen mehrere Humboldt-Pinguine im Eismeer. Die erste Zeit nach dem Schlupf, Pinguine kommen nackt und blind zur Welt, verbrachten die Kleinen in der geschützten Bruthöhle, wo sich die Elterntiere mit Wärme, Fürsorge und Futter um ihren Nachwuchs kümmerten. Nun, rund zweieinhalb Monate später, sind die Jungtiere futterfest und verlassen ihre Bruthöhlen. Neugierig erkunden sie ihre weitläufige Anlage im Tierpark.

Noch sind die Jungtiere deutlich von den Elterntieren zu unterscheiden. Zwar haben sie ihr Dunenkleid schon verloren und ihre Federn sind mit einer Fettschicht überzogen, die das Schwimmen problemlos möglich macht, dennoch fehlt den Jungtieren die weiße Zeichnung an Bauch, Hals und Kopf. Aufgrund ihrer Größe und ihrer grauen Erscheinung lassen sich die Jungen von den Alten im Moment noch gut unterscheiden. Gehen die Jungtiere ihre eigenen Wege kommen die Elterntiere in die Mauser. Da sie dann nicht schwimmen können, müssen die Alttiere während der Mauser von ihren Fettreserven leben. In den kommenden Wochen werden noch weitere Jungtiere auf der Anlage zu sehen sein.

Humboldt-Pinguine stammen aus Südamerika. Hier an den Küsten Perus und Nordchiles bilden sie Kolonien und nisten in küstennahen Höhlen, in denen sie einmal im Jahr brüten. Ihren Namen verdanken die Vögel ihrem gleichnamigen Entdecker, Alexander von Humboldt. Die rund 45 Zentimeter großen Tiere ernähren sich von Fisch und Krill und werden etwa fünf Kilogramm schwer.

An Land wirken sie unbeholfen und putzig, im Wasser werden sie zu pfeilschnellen Raketen: Humboldt-Pinguine sind wie alle Pinguine flugunfähig, nutzen ihre Flügel beim Schwimmen und Tauchen allerdings geschickt als Antrieb, Stabilisatoren und Steuerruder. Beim Tauchgang können sie so gut und gerne Geschwindigkeiten von 20 bis 30 km/h erreichen.

In freier Wildbahn gibt es nur noch wenige tausend Humboldt-Pinguine, die Art gilt als potenziell gefährdet. Grund hierfür ist der Abbau von Guano auf den Brutinseln der Humboldt-Pinguine und die Überfischung der Jagdgebiete dieser Vögel.

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